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Erfahren Sie, wie durch das Erweitern von Adobe Commerce von einem Transaktions-Endpunkt zu einem Echtzeit-Plattformsignal orchestrierte, identitätsgestützte Erlebnisse möglich werden, indem Commerce-Daten direkt mit Adobe Experience Platform verbunden werden.

Auflösen des Silos: Warum die Zukunft von Commerce „Platform first“ ist

Historisch betrachtet war die Storefront das Ziel – der letzte Halt einer linearen Reise, die vom Bekanntwerden bis zum Kauf führte. Da sich Customer Journeys inzwischen jedoch auf verschiedene Geräte, soziale Plattformen und Offline-Touchpoints verteilen, ist der lineare Trichter tot.

Für moderne Händler ist die Storefront nicht mehr nur ein Ort für Transaktionen, sondern auch der wichtigste Sensor im Ökosystem von Adobe Experience Cloud. Wer in dieser neuen Ära Erfolg haben möchte, sollte Adobe Commerce nicht als Insel behandeln, sondern als Herzstück von Adobe Experience Platform (AEP).

Viele Marken haben Probleme mit verzögerter Personalisierung. Eine Kundin kauft am Dienstag ein Paar Schuhe. Daraufhin wird sie in den nächsten zwei Wochen von Anzeigen und E-Mails für das gleiche Paar Schuhe verfolgt. Das liegt daran, dass Commerce-Daten häufig in einem Silo eingeschlossen sind und über Batch-Aktualisierungen synchronisiert werden, die bereits Stunden oder Tage alt sind.

Wenn wir Adobe Commerce mit AEP integrieren, stellen wir von reaktivem Commerce (Reaktion auf das, was eine Person getan hat) auf prädiktive Orchestrierung um (Reaktion auf das, wer die Person gerade ist).

Der Commerce-Takt

Um Ihre Storefront in einen Echtzeit-Signalgenerator zu verwandeln, konzentrieren wir uns auf ein Drei-Säulen-Konzept: Aufnehmen, Zusammenfügen und Aktivieren.

1. Mithilfe der Adobe-Client-Datenschicht (ACDL) senden wir nicht nur Kaufereignisse an AEP. Wir streamen Signale mit hoher Absicht:

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2. Zusammenfügen des einheitlichen Profils – Stellen Sie sich vor, eine Kundin meldet sich wegen einer verspäteten Lieferung bei Ihrer Support-Hotline. Dieses negative Service-Signal wird sofort ihrem Profil zugeordnet. Wenn die Kundin die Adobe Commerce-Storefront das nächste Mal besucht, sieht sie anstelle eines Hero Banners mit dem Titel „Mehr kaufen“ die Nachricht „Wir arbeiten daran, Ihre Bestellung zu aktualisieren.“ Das ist ein Beispiel für echtes Erlebnis-Management.

Das Umstellen von einer siloartigen Storefront auf ein einheitliches Profil erfordert eine präzise Orchestrierung von Identitäten.

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3. Schließen des Kreislaufs – Aktivierung ist nicht nur eine Frage von E-Mail. Mit AEP können Adobe Commerce-Daten über Target oder Adobe Journey Optimizer (AJO) wieder in der Storefront aktiviert werden

Fallstricke, die es zu vermeiden gilt

Das Umstellen auf ein einheitliches Commerce-Modell, bei dem die Plattform an erster Stelle steht, ist eine effektive Option. Sie bringt jedoch Komplexität mit sich, was zu uneinheitlichen Erlebnissen führen kann, wenn diese nicht sorgfältig verwaltet werden. Hier sind die vier gängigsten Fallstricke, die ich bei der Integration von AEP und Adobe Commerce beobachtet habe.

Zusammenführen der Identität bei gemeinsam genutzten Geräten

In vielen Haushalten nutzen verschiedene Personen dasselbe Tablet bzw. denselben Laptop, um in Ihrem Angebot zu stöbern. Wenn Ihr Identitätsdiagramm zu aggressiv konfiguriert ist (z. B. jede ECID mit der zuletzt angemeldeten E-Mail-Adresse verknüpft wird), riskieren Sie, dass die Profile von zwei unterschiedlichen Personen zusammengeführt werden.

Übermäßige Aufnahme

Es ist verlockend, jeden Klick, jede Mausberührung und jede Mikrointeraktion von Adobe Commerce an AEP zu senden.

Das Paradoxon bezüglich Zusammenführungsrichtlinien

Sie definieren in Ihren Zusammenführungsrichtlinien keine eindeutige Datenquelle.

Ignorieren der „Edge“-Latenz

Es wird versucht, zum Zeitpunkt des Ladevorgangs der Seite komplexe Berechnungen durchzuführen.

Das Ziel von AEP und Commerce besteht nicht nur darin, Daten zu sammeln, sondern auch für Relevanz im benötigten Umfang zu sorgen. Indem wir die genannten Fallstricke umgehen und uns auf eine saubere Identitätszuordnung konzentrieren, verwandeln wir die Storefront von einem statischen Katalog in eine lebendige Erweiterung der Customer Journey.

Zusätzliche Lernressourcen