Aufspaltung split

Über die Aufspaltung lässt sich eine Population in verschiedene Teilmengen splitten. Die Zielgruppe wird aus allen eingehenden Ergebnissen erstellt, dies bedeutet, dass die vorgeschalteten Aktivitäten beendet sein müssen, bevor die Aufspaltung ausgeführt werden kann.

Diese Aktivität löst keine Vereinigung der eingehenden Populationen aus. Wenn mehrere eingehende Transitionen in einer Split-Aktivität landen, wird empfohlen, eine Vereinigung vorzuschalten.

NOTE
Aufspaltungsvorgänge können nicht für Tabellen mit unterschiedlichen Quellen durchgeführt werden. Zu diesem Zweck muss vor der Aktivität Aufspaltung eine Aktivität vom Typ Anreicherung hinzugefügt werden.
  • Weiterführende Informationen zur Aufspaltungsaktivität finden Sie in diesem Abschnitt.
  • Ein Beispiel für die Verwendung der Aufspaltungs-Aktivität zur Segmentierung der Zielgruppe in unterschiedliche Populationen mithilfe von Filterbedingungen finden Sie in diesem Abschnitt.
  • Ein Beispiel für die Verwendung einer Instanzvariablen in einer Aufspaltungs-Aktivität finden Sie in diesem Abschnitt.

Konfigurieren Sie die Aktivität, indem Sie im Tab Teilmengen jeweils einen Titel und die Auswahlkriterien der Teilmengen angeben. Geben Sie im Tab Allgemein die Zielgruppendimension an.

Erstellen von Teilmengen create-subsets

Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Bennennen Sie die Teilmenge und geben Sie den Auswahlmodus an.

  2. Wenn die eingehende Population gefiltert werden soll, ist die Option Filterbedingung für die Eingangspopulation hinzufügen zu verwenden. Klicken Sie dann auf den Link Bearbeiten….

    Wählen Sie nun den Filtertyp aus.

    Die Vorgehensweise ist mit der der Abfrageaktivität identisch.****

    note note
    NOTE
    Es können maximal Daten aus zwei externen Datenbanken gefiltert werden.
  3. Sie können die Anzahl an Einträgen festlegen, die maximal aus der Zielgruppe extrahiert werden sollen, um die Teilmenge zu erstellen. Markieren Sie hierfür die Option Ausgewählte Einträge einschränken und klicken Sie auf den Link Bearbeiten….

    Mit einem Assistenten können Sie den Auswahlmodus für Einträge dieser Teilmenge auswählen. Weitere Informationen.

  4. **** Durch Klick auf die Schaltfläche Hinzufügen können Sie weitere Teilmengen definieren.

    note note
    NOTE
    Wenn Sie im Allgemein-Tab nicht die Option Überlappung der Ausgabepopulationen zulassen angekreuzt haben, werden die Teilmengen in Reihenfolge der Tabs erstellt. Mithilfe der Pfeile oben rechts kann diese angepasst werden. Wenn also die erste Teilmenge beispielsweise 70 % der Ursprungspopulation abruft, werden die Auswahlkriterien der zweiten Teilmenge nur auf die restlichen 30 Prozent angewendet.

    Für jede Teilmenge weist die Aufspaltung standardmäßig eine ausgehende Transition auf.

    Sie können jedoch auch alle Teilmengen in einer ausgehenden Transition zusammenzufassen. Kreuzen Sie hierzu im Allgemein-Tab die Option Alle Teilmengen in derselben Tabelle erzeugen an. In diesem Fall kann der Segment-Code verwendet werden, um die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Teilmenge anzuzeigen.

    Falls angegeben, wird der Segment-Code aller Teilmengen automatisch in einer Zusatzspalte gespeichert. Auf diese Spalte kann im Rahmen eines Versands über die Personalisierungsfelder zugegriffen werden.

Begrenzen der Anzahl an Datensätzen in Teilmengen limit-the-number-of-subset-records

Es besteht die Möglichkeit, die Anzahl an Datensätzen in Teilmengen zu begrenzen, wenn Sie nicht alle potentiellen Empfänger ansprechen wollen.

  1. Kreuzen Sie in diesem Fall die Option Anzahl von Datensätzen begrenzen an und klicken Sie auf den Link Bearbeiten….

  2. Wählen Sie den Begrenzungstyp aus:

    • Zufallsauswahl aktivieren: Die Datenbank-Engine wählt die Datensätze nach dem Zufallsprinzip aus.

    • Nur die ersten Datensätze nach dem Sortieren beibehalten: Mit dieser Option können Sie eine Begrenzung festlegen, die auf einer oder mehreren Sortierreihenfolgen basiert. Wenn Sie das Feld Alter als Kriterium wählen und eine Begrenzung von 100 angeben, werden nur die 100 jüngsten Empfänger beibehalten.

    • Die ersten, aus einer Sortierung hervorgehenden Elemente beibehalten (Auswahl nach Kriterien oder zufällig): Kombination der beiden vorangehenden Optionen. Diese Option ermöglicht die Angabe von Sortierungskriterien und im Anschluss eine zufällige Auswahl aus den ersten Datensätzen, falls mehrere Datensätze für die gewählten Kriterien den gleichen Wert aufweisen.

      Angenommen, das Feld Alter wurde als Sortierungskriterium gewählt und die Anzahl der auszugebenden Datensätze auf 100 begrenzt. Wenn nun die 2000 jüngsten Empfänger in der Datenbank alle 18 Jahre alt sind, werden aus diesen 2000 Empfängern 100 zufällig ausgewählt.

  3. Wenn Sie sich für die Definition von Sortierungskriterien entscheiden, können Sie im darauffolgenden Schritt die Spalten und die Reihenfolge der Sortierung bestimmen.

  4. Wählen Sie dann die Begrenzungsmethode aus.

    Verschiedene Möglichkeiten bieten sich Ihnen:

    • Größe (in %): Begrenzt die Datensätze auf einen prozentualen Anteil in Bezug auf die gesamte Population (in der vorangehenden Abbildung 10 %).

      Der prozentuale Anteil bezieht sich auf die Eingangspopulation und nicht auf das Ergebnis der Aktivität.

    • Größe (in % von der Teilmenge): Begrenzt die Datensätze auf einen prozentualen Anteil in Bezug auf die Teilmenge (und nicht auf die Eingangspopulation).

    • Maximale Größe: Begrenzt die Datensätze auf eine anzugebende Anzahl.

    • Durch Datengruppierung: Begrenzt die Datensätze auf die Profile der Eingangspopulation, die in einem anzugebenden Feld einen bestimmten Wert aufweisen. Weitere Informationen.

    • Durch Datengruppierung (in %): Damit können Sie die Anzahl der Datensätze in Abhängigkeit von den Werten in einem bestimmten Feld der eigehenden Population durch einen Prozentsatz begrenzen. Weitere Informationen.

    • Durch Datenverteilung: Begrenzt die Datensätze, wenn die Gruppierungsfelder zu viele Werte aufweisen oder wenn Sie die Werte nicht bei jeder Aufspaltung neu eingeben möchten (erfordert das Modul Dezentrales Marketing). Weitere Informationen.

  5. Klicken Sie auf Beenden, um die Begrenzungskriterien zu bestätigen. Die Konfiguration wird im zentralen Bereich des Editors zusammenfassend angezeigt.

Begrenzen der Anzahl an Datensätzen in Teilmengen durch Datengruppierung limit-the-number-of-subset-records-by-data-grouping

Die Anzahl an Datensätzen kann mithilfe einer Datengruppierung begrenzt werden. Dies kann entweder über einen prozentualen Anteil oder eine feste Größe geschehen.

Wenn Sie beispielsweise das Feld Sprache als Gruppierungsfeld auswählen, können Sie für jede Sprache separat eine Begrenzung definieren.

  1. Kreuzen Sie die Option Durch Datengruppierung oder Durch Datengruppierung (in %) an und klicken Sie auf Weiter.

  2. Geben Sie dann das oder die Gruppierungsfelder (z. B. Sprache) an und klicken Sie auf Weiter.

  3. Definieren Sie nun die Begrenzungswerte der Datengruppierung (je nach gewählter Option in Prozent oder mit einer festen Größe). Um für jeden Wert die gleiche Begrenzung festzulegen, beispielsweise wenn Sie die Anzahl der Datensätze für jede Sprache auf 10 festlegen möchten, wählen Sie die Option Alle Datengruppierungen haben die gleiche Größe. Wählen Sie die Option Begrenzungen nach Gruppierungswert, um eine unterschiedliche Begrenzung für jeden Wert festzulegen. Dies erlaubt die Angabe einer unterschiedlichen Begrenzung für jeden Wert (beispielsweise 20 für Englisch, 50 für Deutsch etc.).

  4. Klicken Sie auf Beenden, um die Begrenzungen zu bestätigen und zur Konfiguration der Aufspaltungsaktivität zurückzukehren.

Begrenzen der Anzahl an Datensätzen in Teilmengen durch Datenverteilung limit-the-number-of-subset-records-per-data-distribution

Wenn Ihre Gruppierungsfelder zu viele Werte enthalten oder Sie vermeiden möchten, dass Werte für jede neue Aufspaltungsaktivität zurückgesetzt werden, können Sie mit Adobe Campaign eine Beschränkung für die Datenverteilung erstellen. Bei der Auswahl von Datenbegrenzungswerten (Abschnitt) wählen Sie die Option Durch Datenverteilung und anschließend eine Vorlage aus dem Dropdown-Menü aus. Die Erstellung einer Datenverteilungsvorlage wird nachfolgend erläutert.

Ein Beispiel für die Aktivität Lokale Validierung mit einer Verteilungsvorlage finden Sie auf dieser Seite.

CAUTION
Diese Funktion ist nur mit dem Add-on Verteiltes Marketing verfügbar. Prüfen Sie diesbezüglich Ihren Lizenzvertrag.

Eine Verteilungsvorlage ermöglicht die Begrenzung der Datensatzanzahl mithilfe einer Gruppierungswertliste. Gehen Sie wie folgt vor, um eine entsprechende Vorlage zu erstellen:

  1. Gehen Sie in den Knoten Ressourcen > Kampagnenverwaltung > Datenverteilung und klicken Sie auf die Schaltfläche Neu.

  2. Der Allgemein-Tab dient der Angabe eines Titels sowie des Ausführungskontexts (Zielgruppendimension und Verteilungsfeld).

    Folgende Angaben sind erforderlich:

    • Titel: Titel der Verteilungsvorlage.

    • Zielgruppendimension: Geben Sie das Schema an, auf das sich die Verteilung beziehen soll, z. B. Empfänger. Das Schema muss mit den im Zielgruppen-Workflow verwendeten Daten kompatibel sein.

    • Verteilungsfeld: Wählen Sie ausgehend von der Zielgruppendimension ein Feld aus. Wenn Sie beispielsweise das Feld E-Mail-Domain auswählen, werden die Empfänger nach ihren Domains verteilt.

    • Verteilungstyp: Wählen Sie hier aus, ob der Begrenzungswert im Tab Verteilung als Feste Größe oder als Größe in Prozent ausgedrückt werden soll.

    • Validierungsspeicherung: Wenn Sie die Aktivität Lokale Validierung in Ihrem Zielgruppen-Workflow verwenden, geben Sie das Schema ein, in dem die Validierungsergebnisse gespeichert werden. Sie müssen ein Speicherschema pro Zielgruppenbestimmungsschema angeben. Wenn Sie das Zielgruppenbestimmungsschema für Empfänger verwenden, geben Sie das standardmäßige Speicherschema Lokale Validierung der Empfänger ein.

      Bei einer einfachen Begrenzung durch Datenverteilung ohne lokale Validierung, ist im Feld Validierungsspeicherung keine Angabe erforderlich.

  3. Wenn Sie die Aktivität Lokale Validierung verwenden, geben Sie die Erweiterten Einstellungen für die Verteilungsvorlage ein:

    Folgende Angaben sind erforderlich:

    • Nachrichten validieren: Kreuzen Sie diese Option an, wenn alle Empfänger in der Liste der zu validierenden Empfänger vor-ausgewählt sein sollen. Wenn die Option deaktiviert ist, wird kein Empfänger vor-ausgewählt.

      note note
      NOTE
      Diese Option ist standardmäßig aktiviert.

    • Versandtitel: Erlaubt die Definition eines Ausdrucks zur Berechnung des Versandtitels in der Versandreaktionen-Benachrichtigung. Der Standardausdruck gibt den Versandtitel aus (Compute String). Der Ausdruck kann angepasst werden.

    • Gruppierungsfeld: Erlaubt die Definition der für die Empfängeranzeige in den Validierungs- und Versandreaktionen-Benachrichtigungen verwendeten Gruppierung.

    • Web-Schnittstelle: Erlaubt die Zuordnung einer Web-Schnittstelle zur Empfängerliste. In den Validierungs- und Versandreaktionen-Benachrichtigungen ist dann jeder Empfänger anklickbar und leitet auf die ausgewählte Web-Schnittstelle weiter. Im Feld Parameter (z. B. recipientId) kann der zusätzliche Parameter angegeben werden, der in der URL der Webanwendung verwendet werden soll.

  4. Im Tab Verteilung wird die Liste der Verteilungswerte definiert.

    • Wert des Verteilungsfeldes: Geben Sie die Werte der Verteilung an.

    • Prozent/Feste Größe: Geben Sie die jedem Wert zugeordnete Speicherbegrenzung in Prozent oder als feste Größe an.

      Diese Spalte wird durch das Feld Verteilungstyp im Allgemein-Tab bestimmt.

    • Titel: Vergeben Sie für jeden Verteilungswert einen Titel.

    • Gruppe oder Benutzer: Wenn Sie eine Lokale Validierung verwenden, wählen Sie den/die Benutzende(n) oder die Benutzergruppe aus, die jedem Verteilungswert zugeordnet sind.

      Bei einer einfachen Begrenzung durch Datenverteilung ohne lokale Validierung ist in der Spalte Benutzer oder Benutzergruppe keine Eingabe erforderlich.

      note caution
      CAUTION
      Stellen Sie sicher, dass die Benutzenden über die nötigen Berechtigungen verfügen.

Filterparameter filtering-parameters

Gehen Sie in den Allgemein-Tab und benennen Sie die Aktivität. Wählen Sie die Zielgruppen- und Filterdimensionen der Aufspaltung aus. Bei Bedarf können diese für jede Teilmenge angepasst werden.

Kreuzen Sie die Option Komplement erzeugen an, wenn Sie auch die restliche Population im weiteren Verlauf des Workflows verwenden möchten. Das Komplement enthält in diesem Fall die eingehende Population abzüglich der Vereinigung der Teilmengen. Die Aufspaltungsaktivität weist somit, wie unten abgebildet, eine zusätzliche Transition auf:

Damit diese Option korrekt arbeiten kann, müssen die eingehenden Daten einen Primärschlüssel aufweisen.

Wenn die Daten beispielsweise direkt aus einer externen Datenbank wie Netezza (die keine Unterstützung von Indizes bietet) über eine Laden-(SGBD)-Aktivität gelesen werden, ist das von der Aufspaltung erzeugte Komplement falsch.

Dies lässt sich vermeiden, indem Sie der Aufspaltung eine Anreicherung vorschalten. Aktivieren Sie in der Anreicherung die Option Alle Zusatzdaten der Hauptmenge beibehalten und geben Sie als Zusatzdaten die Spalten an, die Sie für die Konfiguration der Filter der Aufspaltung verwenden möchten. Die Daten der in die Aufspaltung eingehenden Transition werden in diesem Fall lokal in einer temporären Tabelle auf dem Adobe-Campaign-Server gespeichert und das Komplement kann korrekt erzeugt werden.

Die Option Überlappung der Ausgabepopulationen zulassen ermöglicht den Umgang mit Profilen, die in mehreren Teilmengen enthalten sind:

  • Wenn diese Option deaktiviert ist, stellt die Aufspaltung sicher, dass ein Profil nur in einer Ergebnismenge enthalten ist, auch wenn es den Kriterien anderer Teilmengen entspricht. Das Profil ist in der ersten Teilmenge enthalten, dessen Kriterien es entspricht.
  • Wenn die Option aktiviert ist, sind die Profile in allen Teilmengen enthalten, deren Filterkriterien sie erfüllen. Es wird für Adobe Campaign jedoch empfohlen, keine Überschneidungen zuzulassen.

Eingabeparameter input-parameters

  • tableName
  • schema

Jedes eingehende Ereignis muss eine durch diese Parameter definierte Zielgruppe angeben.

Ausgabeparameter output-parameters

  • tableName
  • schema
  • recCount

Anhand der drei Werte lässt sich die durch den Ausschluss ermittelte Zielgruppe identifizieren. tableName  ist der Name der Tabelle, welche die Kennungen der Zielgruppe enthält, schema ist das Schema der Population, (in der Regel nms:recipient) und recCount ist die Anzahl der Elemente in der Tabelle.

Die Transition des Komplements weist die gleichen Parameter auf.

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