Adobe Target „ghostet“ unbemerkt Bot-Traffic. Die Lösung erkennt automatisierte Besuchende und lässt sie Inhalte sehen, stellt jedoch sicher, dass ihre Aktivitäten keine Auswirkungen auf Experimente, Metriken oder Personalisierungsmodelle haben. So bleiben SEO-Rankings intakt und Daten vertrauenswürdig und basieren Optimierungsentscheidungen ausschließlich auf echtem menschlichen Verhalten.
Bots sind die aufdringlichen Gespenster, die Marketing-Fachleuten nachts den Schlaf rauben – sie suchen Berichte heim und verzerren Datenerkenntnisse. Im Hintergrund schleichen sie sich in A/B-Tests ein, treiben Besucherzahlen in die Höhe und verwirren Personalisierungsmodelle durch schwer zu erklärendes Verhalten.
Unsichtbare Bot-Aktivitäten können Berichtsdaten untergraben. Aus diesem Grund bietet Adobe Target integrierte Funktionen zum Identifizieren, Verwalten und stillen „Ghosten“ von automatisiertem Traffic, bevor dieser Ihre Metriken durcheinanderbringt. („Ghosten“ bezieht sich hier auf das Herausfiltern von Bot-Traffic, damit dieser Ihre Daten nicht stört. Es geht hier also nicht um die Bedeutung des sozialen „Ignorierens einer Person“.)
Ghost City: Was zählt als Bot-Traffic?
Bot-Traffic ist jede nicht menschliche, automatisierte Interaktion mit Ihrer Website. Gängige Beispiele umfassen:
- Monitoring-Tools (z. B. Catchpoint, RuxitSynthetic)
- Website-Crawler und -Scraper (z. B. Suchmaschinen-Crawler)
- Automatisierte programmgesteuerte Anfragen von Headless-Browsern oder APIs, die Benutzerverhalten simulieren
- KI-Tools: Diese werden nur dann als Bots betrachtet, wenn sie automatisierte Besuche oder Aktionen generieren, ohne dass Menschen aktiv browsen.
Es gibt zwar auch nützliche Bewohnerinnen und Bewohner in Ghost City wie z. B. Googlebot, der Benutzenden dabei hilft, Ihre Site zu finden. Andere können jedoch in Ihren Analysen Chaos stiften, wenn sie unerkannt bleiben.
Finden Sie das Gespenst: Warum das Erkennen von Bots wichtig ist
Wenn Bots mit Testerlebnissen interagieren, können sie:
- Impressions und Konversionen aufblähen, die in Wirklichkeit nie stattgefunden haben
- Traffic-Zuordnung zwischen Erlebnissen verzerren
- KI-gestützte Personalisierungsmodelle in die Irre führen
Dies verringert das Vertrauen in Testergebnisse und kann zu Entscheidungen führen, die auf Phantomdaten beruhen. Deshalb ist die Erkennung von Bots unerlässlich. Ohne Erkennung von Bots jagen Marketing-Fachleute im Grunde Gespenstern hinterher.
Aktivieren der Bot-Erkennung in Adobe Target
Adobe Target bietet je nach Implementierung verschiedene Methoden zum Erkennen und Filtern von Bot-Traffic:
Traditionell Client-seitig (at.js-Bibliothek)
Target nutzt automatisch User-Agent-Erkennung über die „isRobot“-Metrik von DeviceAtlas, um Bot-Traffic zu erkennen.
Server-seitige Implementierung mit Bereitstellungs-API
Sowohl Client- als auch Server-seitige Implementierungen nutzen die „isRobot“-Metrik von DeviceAtlas zur Erkennung von User-Agents. Server-seitige Implementierung priorisiert beim Kennzeichnen automatisierter Aktivitäten jedoch den Anfragekontextknoten.
AEP Web SDK – Implementierung
Bot-Erkennung kann auf der Datenstromebene konfiguriert werden mit:
- IAB/ABC International Spiders and Bots List
- Benutzerdefinierten Regeln basierend auf IP-Adressen, IP-Bereichen oder Anfrage-Headern
Das Gespenst ghosten: Wie Adobe Target mit Bot-Traffic umgeht
Adobe Target ghostet Bots auf die klassische Art und Weise: unauffällig.
Ein vollständiges Blockieren von Bots kann SEO, Zugänglichkeit oder das erwartete Verhalten von Crawlern beeinträchtigen. Anstatt sie auszuschließen, lässt Target Bots durch und verarbeitet sie hinter den Kulissen auf andere Weise. Bots bekommen dieselben Inhalte wie menschliche Besucherinnen und Besucher zu sehen, beeinflussen jedoch niemals Ihre Metriken, Experimente oder Personalisierungsmodelle.
Insbesondere gilt:
- Ein Besucherprofil wird nur im Arbeitsspeicher erstellt; es wird also nichts in den Profilspeicher geschrieben
- Zielgruppen- und Segmentregeln werden weiter ausgewertet, um eine konsistente Bereitstellung von Erlebnissen zu gewährleisten
- Experimentdaten und Personalisierungsmodelle schließen den Besuch aus; Target lernt nicht aus dem Bot-Verhalten
Kurz gesagt: Target kann Bots Erlebnisse zuweisen, aber ihre Besuche werden nie persistent gespeichert, werden nie gemeldet und dürfen Ergebnisse nie verfälschen. Sie werden einfach … geghostet.
Wann Bots nützlich sind
Nicht jeder automatisierte Traffic ist schädlich. Manche Bots oder Clients – insbesondere solche, die von internen Tests, API-Integrationen oder vertrauenswürdigen Monitoring-Tools genutzt werden – werden von Adobe Engineering auf die Zulassungsliste gesetzt.
Sie sind zwar vorhanden, aber harmlos und erledigen ihre Arbeit im Stillen, ohne Ihre Daten zu stören.
Beispiele für auf die Zulassungsliste gesetzte User-Agents:
Apache HttpClient · OkHttp · PhantomJS · Catchpoint · GomezAgent · RestSharp · curl · Python-urllib · Google-HTTP-Java-Client · PostmanRuntime · NewRelicPinger · und andere.
Verwenden von Profilskripten zum Blockieren nützlicher Bots
Adobe Target bietet Marketing-Fachleuten außerdem die Möglichkeit, nützliche Bots bei Bedarf zu blockieren, z. B. um interne Test-Tools aus Experimentdaten auszuschließen.
Sie können ein Profilskript erstellen, das bestimmte User-Agents erkennt und verhindert, dass diese Aktivitätsdaten beeinflussen.
// Beispielhaftes Profilskript
// Nützliche Bots ausschließen (z. B. Catchpoint und RuxitSynthetic)
// Wenn die User-Agent-Zeichenfolge mit Catchpoint oder RuxitSynthetic übereinstimmt
// Gibt das Skript „true“ zurück
if (user.browser != null && (user.browser.indexOf('Catchpoint') != -1 ||
user.browser.indexOf('RuxitSynthetic') != -1)){
return true;
}
Anschließend können Sie eine Zielgruppe erstellen, die auf diesem Profilskript basiert, um Treffer aus Catchpoint oder RuxitSythentic auszuschließen.
Je nach Anwendungsfall können Sie diese Zielgruppe global auf alle Aktivitäten oder nur auf bestimmte Experimente anwenden, bei denen ein Bot-Ausschluss erforderlich ist.
Adobe Target bietet Ihnen die Flexibilität, Daten frei von gespenstischen Interferenzen zu halten – unabhängig davon, ob es sich um einen nützlichen Bot oder einen bösartigen Phantom-Bot handelt.
Best Practices für die Verwaltung von Bot-Traffic
- Stimmen Sie Bot-Filterung lösungsübergreifend ab: Nutzen Sie die Bot-Erkennung von Adobe Experience Platform (AEP). Aktivieren und verwalten Sie Bot-Regeln in Ihrer AEP-Datenstromkonfiguration, um eine konsistente lösungsübergreifende Filterung zu gewährleisten.
- Überwachen Sie Traffic-Muster regelmäßig: Überprüfen Sie Analysen auf Anomalien oder Spitzen, die auf automatisierte Aktivitäten hinweisen könnten.
- Pflegen und aktualisieren Sie Bot-Listen: Halten Sie Bot-Listen Ihres Unternehmens auf dem neuesten Stand, um bekannten Bot-Traffic zu blockieren. Dokumentieren Sie Änderungen für Rückverfolgbarkeit und Governance.
Zusammenfassung
Ihre Party, Ihre Regeln … meistens. Sie entscheiden, welche Erlebnisse angezeigt werden sollen. Wenn es jedoch darum geht, herauszufinden, wer ein „Gespenst“ ist, greift Adobe Target auf DeviceAtlas zurück. Target legt Kundinnen und Kunden keine vollständigen Bot-Erkennungskontrollen frei.
Wenn echte Besucherinnen oder Besucher mit Bots verwechselt werden – oder wenn Bots als Menschen durchschlüpfen –, kommt Engineering ins Spiel. Wir können mit DeviceAtlas zusammenarbeiten, um die Erkennung zu optimieren oder Ausschlüsse im Backend zu konfigurieren, um dafür zu sorgen, dass nur die richtigen Gäste zur Party erscheinen.
Auch wenn Bot-Erkennung vielleicht nicht der glamouröseste Teil von digitaler Optimierung ist, ist sie unerlässlich, wenn Daten vertrauenswürdig, Personalisierung relevant und SEO-Rankings intakt bleiben sollen.
Die wichtigsten Vorteile des Ausschlusses von Bot-Traffic aus Reporting-Daten
- SEO-Beibehaltung: Bots bekommen dieselben Inhalte wie Benutzende zu sehen
- Höhere Datengenauigkeit: Daten spiegeln das wahre Benutzerverhalten wider
- Relevante Personalisierung: KI-/ML-Modelle lernen aus echten Interaktionen
Wenn Sie die integrierte Bot-Verarbeitung von Adobe Target mit benutzerdefinierten Datenstromeinstellungen überlagern, können Sie in Ihrem gesamten Marketing-Ökosystem für Datenintegrität sorgen.
Kurz gesagt: Adobe Target hält Ihre Metriken frei von Gespenstern, sodass Sie sich auf Optimierung für echte Menschen konzentrieren können. Phantome haben keine Chance.