Funktionsweise der Quarantäneverwaltung

Über Quarantänen

Eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer kann in Quarantäne kommen, weil z. B. das Postfach voll ist oder die Adresse nicht existiert.

In diesem Abschnitt werden die Regeln, die eine Quarantäne auslösen, näher erläutert.

Zustellbarkeit durch Quarantänen optimieren

Die Profile, deren E-Mail-Adressen oder Telefonnummern unter Quarantäne sind, werden während der Nachrichtenvorbereitung automatisch ausgeschlossen (siehe Für einen Versand in Quarantäne befindliche Adressen identifizieren). Dies beschleunigt die Zustellung, da sich die Fehlerrate maßgeblich auf die Zustellgeschwindigkeit auswirkt.

Teilweise werden E-Mails von Providern automatisch als Spam eingestuft, wenn die Anzahl ungültiger Adressen zu hoch ist. Durch die Quarantäne können Sie also vermeiden, von diesen Providern auf eine Blockierungsliste gesetzt zu werden.

Zusätzlich helfen Ihnen Quarantänen, die Kosten des SMS-Versands zu senken, indem fehlerhafte Telefonnummern aus dem Versand ausgeschlossen werden.

Weiterführende Informationen zu Best Practices zur Durchführung und Optimierung von Sendungen finden Sie auf dieser Seite.

Quarantäne vs. Blockierungsliste

Die Quarantäne und die Blockierungsliste gelten nicht für dasselbe Objekt:

  • Die Quarantäne bezieht sich nur auf eine Adresse (oder Telefonnummer usw.), nicht aber auf das Profil selbst. Wenn beispielsweise ein Profil mit einer in Quarantäne befindlichen E-Mail-Adresse eine neue Adresse angibt, kann es erneut in Versandzielgruppen aufgenommen werden. Wenn zwei Profile dieselbe Telefonnummer haben, sind beide betroffen, wenn die Nummer unter Quarantäne gestellt wird.

    Die unter Quarantäne gestellten Adressen oder Telefonnummern werden in den Ausschlusslogs (für einen Versand) oder in der Quarantäneliste (für die gesamte Plattform) angezeigt.

  • Die Aufnahme in die Blockierungsliste führt dagegen dazu, dass das Profil vom Versand ausgeschlossen wird. Dies ist z. B. nach einer Abmeldung (Opt-out) von einem Kanal der Fall. Wenn beispielsweise ein Profil, das auf der Blockierungsliste für den E-Mail-Kanal steht, zwei E-Mail-Adressen hat, werden beide Adressen vom Versand ausgeschlossen. Weiterführende Informationen zum Blockierungslistenprozess finden Sie im Abschnitt Funktionsweise des Opt-in- und Opt-out-Verfahrens in Campaign.

    Im Bereich Nicht mehr kontaktieren (auf Blockierungsliste) der Registerkarte Allgemein des Profils können Sie überprüfen, ob sich ein Profil auf der Blockierungsliste für einen oder mehrere Kanäle befindet. Weitere Informationen finden Sie in diesem Abschnitt.

HINWEIS

Die Quarantäne beinhaltet den Status Auf Blockierungsliste, der angewendet wird, wenn Empfänger Ihre Nachricht als Spam melden oder auf eine SMS mit einem Schlüsselwort wie "STOPP" antworten. In diesem Fall wird die betroffene Adresse oder Telefonnummer des Profils unter Quarantäne gestellt und erhält den Status Auf Blockierungsliste. Weiterführende Informationen zur Verwaltung von STOPP-SMS-Nachrichten finden Sie in diesem Abschnitt.

In Quarantäne befindliche Adressen identifizieren

Die in Quarantäne befindlichen Adressen können für einen bestimmten Versand oder für die gesamte Plattform angezeigt werden.

Für einen Versand in Quarantäne befindliche Adressen identifizieren

Die für einen bestimmten Versand in Quarantäne befindlichen Adressen werden während der Versandvorbereitung im Tab Ausschlusslogs des Versand-Dashboards angezeigt (siehe diesen Abschnitt). Weiterführende Informationen zur Versandvorbereitung finden Sie in diesem Abschnitt.

Für die gesamte Plattform in Quarantäne befindliche Adressen identifizieren

Administratoren können die für die gesamte Plattform in Quarantäne befindlichen Adressen im Menü Administration > Kanäle > Quarantänen > Adressen auflisten.

HINWEIS

Mit zunehmendem Alter der Datenbank steigt auch die Zahl der Adressen in Quarantäne. Wenn man beispielsweise davon ausgeht, dass eine E-Mail-Adresse eine Lebensdauer von etwa drei Jahren hat und dass die Empfängertabelle pro Jahr um 50 % wächst, lässt sich der Quarantänezuwachs wie folgt berechnen: Ende von Jahr 1: (10,33)/(1+0,5)=22 %. Ende von Jahr 2: ((1,220,33)+0,33)/(1,5+0,75)=32,5 %.

Es stehen Filter zur Verfügung, mit denen Sie die Liste durchsuchen können. Sie können nach Adresse, Status und/oder Kanal filtern.

Sie können jeden Eintrag bearbeiten oder löschen und neue Einträge erstellen.

Um einen Eintrag zu bearbeiten, klicken Sie auf die entsprechende Zeile und ändern Sie die Felder nach Bedarf.

Um einen neuen Eintrag manuell hinzuzufügen, verwenden Sie die Schaltfläche Erstellen.

Definieren Sie die Adresse (oder Telefonnummer usw.) und den Kanaltyp. Sie können einen Status für die Aufnahme in die Quarantäneliste und eine Fehlerursache festlegen. Sie können auch das Datum, an dem der Fehler aufgetreten ist, sowie die Anzahl der Fehler angeben und den Fehlertext eingeben. Wählen Sie bei Bedarf aus der Dropdown-Liste den letzten an die Adresse durchgeführten Versand aus.

Adresse aus der Quarantäne nehmen

Bei Bedarf können Sie eine Adresse manuell aus der Quarantäneliste entfernen. Zusätzlich werden Adressen, die bestimmten Bedingungen entsprechen, durch den Workflow Datenbankbereinigung automatisch aus der Quarantäneliste gelöscht. (Weitere Informationen zu technischen Workflows finden Sie in diesem Abschnitt.)

Führen Sie einen der folgenden Schritte aus, um eine Adresse manuell aus der Quarantäneliste zu entfernen.

WICHTIG

Das manuelle Löschen einer E-Mail-Adresse aus der Quarantäne bedeutet, dass Sie den Versand an diese Adresse wieder aufnehmen. Dies kann sich daher erheblich auf Ihre Zustellbarkeit und IP-Reputation auswirken und letztendlich dazu führen, dass Ihre IP-Adresse oder Versand-Domain blockiert wird. Gehen Sie besonders vorsichtig vor, wenn Sie erwägen, eine Adresse aus der Quarantäne zu nehmen. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Zustellbarkeitsexperten.

  • Wählen Sie die Adresse aus der Liste Administration > Kanäle > Quarantänen > Adressen aus und klicken Sie auf Element löschen.

  • Wählen Sie eine Adresse aus und ändern Sie ihren Status in Gültig.

    Sie können ihren Status auch in Auf Zulassungsliste ändern. In diesem Fall bleibt die Adresse auf der Quarantäneliste, aber sie wird systematisch als Ziel ausgewählt, selbst wenn ein Fehler auftritt.

In den folgenden Fällen werden die Adressen automatisch aus der Quarantäneliste entfernt:

  • Adressen mit dem Status Mit Fehlern werden nach einem erfolgreichen Versand aus der Quarantäneliste entfernt.
  • Adressen mit dem Status Mit Fehlern werden aus der Quarantäneliste entfernt, wenn der letzte Softbounce mehr als 10 Tage zurückliegt. Weitere Informationen zum Fehler-Management finden Sie in diesem Abschnitt.
  • Adressen mit dem Status Mit Fehlern, die mit dem Fehler Postfach voll zurückkommen, werden nach 30 Tagen aus der Quarantäneliste entfernt.

Ihr Status ändert sich dann in Gültig.

WICHTIG

Empfänger mit einer Adresse in Quarantäne oder dem Status Auf Blockierungsliste werden niemals automatisch entfernt, auch wenn sie eine E-Mail empfangen.

Die maximale Anzahl erneuter Zustellversuche im Status Mit Fehlern und das Mindestintervall zwischen den erneuten Zustellversuchen basieren nun sowohl auf der historischen als auch der aktuellen Leistung einer IP-Adresse bei einer bestimmten Domain.

Ursachen für Quarantänen

Adobe Campaign verwaltet Quarantänen entsprechend dem Fehlertyp und dem Grund, der dem Fehler im Zuge der Qualifikation der Fehlermeldungen zugewiesen wurde (siehe Typen und Ursachen für fehlgeschlagene Sendungen und Bounce-Message-Qualifizierung).

  • Ignorierter Fehler: Bei ignorierten Fehlern wird eine Adresse nicht unter Quarantäne gestellt.

  • Hardbounce: Die E-Mail-Adresse kommt sofort in Quarantäne.

  • Softbounce: In diesem Fall wird die Adresse nicht sofort unter Quarantäne gestellt, sondern der Fehlerzähler nur hinaufgesetzt. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Verwaltung von Softbounces.

Wenn ein Benutzer eine E-Mail als Spam kennzeichnet (Feedback Loop), wird die Nachricht automatisch an ein von Adobe verwaltetes technisches Postfach weitergeleitet. Die E-Mail-Adresse des Benutzers wird dann automatisch unter Quarantäne gestellt und der Status in Auf Blockierungsliste geändert. Der Status bezieht sich ausschließlich auf die Adresse und das Profil wird nicht auf die Blockierungsliste gesetzt, sodass der Empfänger nach wie vor SMS-Nachrichten und Push-Benachrichtigungen erhält.

HINWEIS

Bei der Quarantänefunktion in Adobe Campaign wird die Groß-/Kleinschreibung beachtet. Achten Sie darauf, E-Mail-Adressen in Kleinbuchstaben zu importieren, damit sie später nicht erneut verwendet werden.

Bei Adressen in Quarantäne (siehe Für die gesamte Plattform in Quarantäne befindliche Adressen identifizieren) zeigt das Feld Fehlerursache an, warum die Quarantäne ausgelöst wurde.

Verwaltung von Softbounces

Im Gegensatz zu Hardbounces senden Softbounces eine Adresse nicht sofort in die Quarantäne, sondern erhöhen stattdessen einen Fehlerzähler.

Während der Versandlaufzeit werden noch weitere Zustellversuche durchgeführt. Sollte der Zähler eine festgelegte Schwelle überschreiten, wird die Adresse unter Quarantäne gestellt. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Weitere Zustellversuche nach einem vorübergehend fehlgeschlagenen Versand.

Der Fehlerzähler wird erneut initialisiert, wenn der letzte signifikante Fehler vor mehr als 10 Tagen aufgetreten ist. Der Status der Adresse wird auf Gültig gesetzt und mithilfe des Workflows Datenbankbereinigung wird die Adresse aus der Quarantäneliste gelöscht. (Weitere Informationen zu technischen Workflows finden Sie in diesem Abschnitt.)

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