Ereignisverarbeitung

Im Zusammenhang mit dem Transaktionsnachrichtenversand wird von einem externen Informationssystem ein Ereignis generiert und über die Methoden PushEvent und PushEvents an Adobe Campaign gesendet (siehe Ereignisbeschreibung).

Dieses Ereignis enthält Daten, die mit dem Ereignis verknüpft sind, darunter etwa dessen Typ (Bestellbestätigung, Kontoerstellung auf einer Website usw.), dessen E-Mail-Adresse oder Mobiltelefonnummer sowie weitere Informationen, mit denen Sie die Transaktionsnachricht vor dem Versand anreichern und personalisieren können (Kundenkontaktdaten, Sprache der Nachricht, E-Mail-Format usw.).

Beispiel für Ereignisdaten:

Schritte zur Ereignisverarbeitung

Um Transaktionsnachrichten-Ereignisse zu verarbeiten, werden die folgenden Schritte auf der/den Ausführungsinstanz(en) ausgeführt:

  1. Ereigniskollektion
  2. Weiterleitung des Ereignisses zu einer Nachrichtenvorlage
  3. Anreicherung des Ereignisses mit Personalisierungsdaten
  4. Versandausführung
  5. Recycling von Ereignissen, bei denen der mit ihnen verknüpfte Versand fehlgeschlagen ist (über einen Adobe Campaign-Workflow)

Sobald alle oben genannten Schritte auf der Ausführungsinstanz ausgeführt wurden, erhält jeder Zielkontakt eine personalisierte Nachricht.

HINWEIS

Näheres zu Instanzen für Transaktionsnachrichten finden Sie unter Transaktionsnachrichten-Architektur.

Ereignisabruf

Die vom Informationssystem erzeugten Ereignisse können auf zwei Weisen abgerufen werden:

  • Nutzung von SOAP-Methoden, die die Ereignisse Adobe Campaign zuführen: Die PushEvent-Methode ermöglicht den Versand eines Ereignisses, die PushEvents-Methode den Versand mehrerer Ereignisse auf einmal. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie unter Ereignisbeschreibung.

  • Ausführung eines Workflows, der den Abruf der Ereignisse über einen Dateiimport oder ein SQL-Gateway ermöglicht (mit der Option Federated Data Access).

Nach dem Abruf werden die Ereignisse von den technischen Workflows auf die Echtzeit- und Batch-Warteschlangen der Ausführungsinstanzen verteilt, bis sie mit einer Nachrichtenvorlage verknüpft werden.

HINWEIS

Auf den Ausführungsinstanzen dürfen die Ordner Echtzeit-Ereignisse oder Batch-Ereignisse nicht als Ansichten festgelegt werden, da dies zu Problemen mit Zugriffsrechten führen könnte. Weitere Informationen zum Festlegen eines Ordners als Ansicht finden Sie in diesem Abschnitt.

Weiterleitung zu Vorlagen

Nach der Veröffentlichung der Nachrichtenvorlage auf den Ausführungsinstanzen werden automatisch zwei Vorlagen erstellt: eine, die mit einem Echtzeit-Ereignis verknüpft wird, und eine, die mit einem Batch-Ereignis verknüpft wird.

Beim Routing-Schritt wird ein Ereignis mit der entsprechenden Nachrichtenvorlage verknüpft. Dies erfolgt basierend auf:

  • dem in den Eigenschaften des Ereignisses angegebenen Ereignistyp:

  • dem in den Eigenschaften der Nachrichtenvorlage angegebenen Ereignistyp:

Standardmäßig erfolgt das Routing auf Basis folgender Informationen:

  • dem Ereignistyp
  • dem verwendeten Kanal (standardmäßig: E-Mail)
  • der auf dem Veröffentlichungsdatum basierenden letzten Versandvorlage

Ereignisstatus

Im Ereignisverlauf unter Message Center > Ereignisverlauf werden alle verarbeiteten Ereignisse in einer gemeinsamen Übersicht zusammengefasst. Sie können entweder nach Ereignistyp oder nach Status kategorisiert werden. Folgende Status existieren:

  • Ausstehend: Bei dem Ereignis kann es sich um Folgendes handeln:

    • Ereignis, das kurz zuvor eingetreten ist, jedoch noch nicht verarbeitet wurde. Die Spalte Fehleranzahl zeigt den Wert 0. Es wurde noch keine E-Mail-Vorlage zugeordnet.
    • Ereignis, das verarbeitet wurde, bei dessen Bestätigung jedoch Fehler aufgetreten sind. Die Spalte Fehleranzahl zeigt einen Wert ungleich 0 an. In der Spalte Verarbeitung geplant für kann das Datum des nächsten Verarbeitungsversuchs abgelesen werden.
  • Versand ausstehend: Ereignis, das verarbeitet und dem eine Versandvorlage zugeordnet wurde. Die E-Mail ist versandbereit und der Standard-Versandprozess wird angewendet. Details können direkt im Versand eingesehen werden.

  • Gesendet, Ignoriert und Versandfehler: Versandstatus, die vom Workflow updateEventsStatus abgerufen werden. Details können direkt im entsprechenden Versand eingesehen werden.

  • Ereignis wurde nicht berücksichtigt: Die Routing-Phase der Transaktionsnachricht ist fehlgeschlagen. Ein Beispiel hierfür wäre, dass Adobe Campaign die E-Mail, die als Vorlage für das Ereignis dient, nicht finden konnte.

  • Ereignis ist abgelaufen: Die maximale Anzahl an Versandversuchen wurde erreicht. Das Ereignis wird als nichtig angesehen.

Ereignis-Recycling

Wenn der Versand einer Nachricht über einen bestimmten Kanal fehlschlägt, kann Adobe Campaign über einen anderen Kanal einen erneuten Versandversuch starten. Wenn beispielsweise der Versand einer Nachricht über den SMS-Kanal fehlschlägt, wird die Nachricht über den E-Mail-Kanal erneut versandt.

Konfigurieren Sie hierzu einen Workflow, der alle Ereignisse mit Versandfehler neu erstellt und ihnen einen sich vom ersten Kanal unterscheidenden Kanal zuordnet.

VORSICHT

Dieser Schritt kann nur mithilfe eines Workflows durchgeführt werden und sollte daher erfahrenen Benutzern vorbehalten bleiben. Wenden Sie sich für weitere Informationen hierzu an Ihren Adobe-Kundenbetreuer.

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